Unser Weinberg

Die Lage unseres Weinberges

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Unsere Zwölf Rebsorten

werden seit Beginn in unseren Weinberg „Über Rur“ nahe dem Haus des Gastes in Heimbach angebaut

M ü l l e r – T h u r g a u

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Die Müller-Thurgau-Rebe entstand um 1880 durch eine Kreuzung der Rebsorten Riesling und Silvaner an der Lehranstalt in Geisenheim. Den Namen verdankt sie ihrem Züchter, dem aus dem Thurgau stammenden Schweizer Biologen Hermann Müller. Die ertragreiche Rebsorte liefert leichte Weine, meist einfache Qualitätsweine, die als Schoppenweine beliebt sind.
A n b a u g e b i e t e
In Deutschland sind derzeit 24.688 ha, das sind ca. 25% der Weinanbaufläche mit Müller-Thurgau bestockt. In Franken nimmt er 48%, in Baden 36%, an der Nahe 26%, in Rheinhessen und Rheinpfalz je 23% der An-baufläche ein. Angebaut wird er auch in Ungarn, Tschechien und Slowakei; in Luxemburg liefert er rd. 50 % aller Weine. Die starke Verbreitung der Müller-Thurgau-Rebe setzte wegen ihrer Wirtschaftlichkeit nach dem Zweiten Weltkrieg ein.
R e i f e
Die Reifezeit des Müller-Thurgau, der gegen Frühjahrsfröste relativ unempfindlich ist, ist Ende September – Anfang Oktober.

G r ü n e r S i l v a n e r

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Die neuere Forschung legt die Herkunft des Silvaners nach Transsilvanien in Rumänien. Man nimmt an, daß die Rebsorte aus Wildreben entwickelt wurde, die an den Ufern der Donau wuchsen. Die frühere Theorie, daß der Silvaner von einer römischen Sorte abstammt, ist weitgehend aufgegeben, eine letzte Sicherheit über seine Herkunft gibt es jedoch nicht.
A n b a u g e b i e t e
Der Silvaner war früher in ganz Mitteleuropa verbreitet und noch bis 1964 die wichtigste Rebsorte Deutschlands. Heute nimmt er nur noch den dritten Platz ein. Dennoch stellt Deutschland mit rd. 7560 ha die größte Silvanerfläche der Welt. Seine Anbaugebiete liegen bei uns vorwiegend in Rheinhessen, der Rheinpfalz und Franken. Außerhalb Deutschlands wächst er im Elsaß, im Wallis, in Südtirol und Kalifornien.
R e i f e
Der Silvaner reift Anfang bis Mitte Oktober.

M ü l l e r r e b e (Schwarzriesling)

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die Herkunft der Müllerrebe ist sicher in Burgund zu suchen, sie ist schon vor 400 Jahren nachzuweisen.
Die Müllerrebe gehört in die Familie des blauen Spätburgunders.
A n b a u g e b i e t e
In Deutschland nimmt die Müllerrebe mit 1800 ha, die vorwiegend in Württemberg liegen, ca 14,5 % der Anbaufläche ein.In der Champagne (Frankreich) wächst sie auf rund 10.000 ha und ist eine der drei Grundweine des Champagners. Weitere Anbaugebiete liegen im Elsaß, an der Loire, in der Steiermark und in Jugoslawien.
R e i f e
Mitte Oktober

W e i ß e r  E l b l i n g

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Der Elbling ist eine der ältesten Rebsorten. Fachleute glauben, dass diese Rebe von den Römern zu uns gekommen ist, vielleicht aber auch schon in Gallien oder Germanien bodenständig war, als die Römer ins Land kamen. Wie bei vielen alten Sorten lässt sich die genaue Herkunft nur schwer klären.
A n b a u g e b i e t e
Im Mittelalter war der Elbling eine in Deutschland weit verbreitete Sorte. Heute haben sich einige Anbauinseln an der Ober- und Untermosel erhalten. Die Anbaufläche ist mit 1.130 ha verschwindend gering.
R e i f e
Ende September bis Anfang Oktober.Der Elbling gehört zu den ertragreichsten Sorten, die wir haben, er eignet sich vorzüglich zur Sektherstellung.

K e r n e r

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Der Kerner ist nach dem Müller-Thurgau die erfolgreichste deutsche Neuzüchtung (in Weinsberg). Er ist eine Kreuzung aus Trollinger x Riesling. Sortenschutz genießt die Kernerrebe seit 1969. Ihren Namen verdankt sie dem Arzt und Schriftsteller Justinus Kerner, der in Weinsheim lebte (1786 – 1862).
A n b a u g e b i e t e
Der Kerner wird in Deutschland vor allem in der Rheinpfalz und in Rheinhessen auf einer Fläche von 7.700 ha angebaut. Er nimmt nach der Anbaufläche im deutschen Weinbau den vierten Platz ein.
R e i f e
Anfang bis Mitte Oktober

B l a u e r P o r t u g i e s e r

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Nach einem Bericht von Johann Baumannaus aus dem Jahr 1856 brachte der Herrschaftsbesitzer, Freiherr von Fries, 1772 den Portugieser von Oporto (heute Porto) in Portugal nach Vöslau (heute Bad Vöslau) in Niederösterreich. Von dort hat die Rebe ihren Siegeszug nach allen Ländern des österreichischen Kaiserstaates und in die Rheingegend angetreten. Unter den Rotweinen liefert der Portugieser die Konsumqualitäten.
A n b a u g e b i e t e
In der Bundesrepublick Deutschland verfügt die Sorte mit 4.132 ha über den größten Portugieseranbau. Der Löwenanteil davon entfällt auf die Rheinpfalz. In Österreich, auch in Ungarn und Jugoslawien, gehört der Portugieser zum festen Rebsortiment.
R e i f e
Ende September / Anfang Oktober

H u x e l r e b e

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Die Huxelrebe ist eine Züchtung aus der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey aus dem Jahr 1927. Ihr Züchter ist Georg Scheuer, ihren Namen verdankt sie dem Winzer Fritz Huxel aus Westhofen bei Worms, der die Neuzüchtung durch seine Anbauversuche bekannt machte.
A n b a u g e b i e t e
Die Huxelrebe wird vor allem in Rheinhessen und in der Rheinpfalz sowie an der Nahe angebaut. Ihre Anbaufläche hat mit rd. 1.700 ha einen verhältnismäßig kleinen Anteil an der Gesamtanbaufläche in Deutschland.
R e i f e
Die Trauben der Huxelrebe reifen Ende September/ Anfang Oktober und liefern sehr ansprechende Weine im höheren Qualitätsbereich.

D o r n f e l d e r

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Der Dornfelder ist eine Züchtung aus der staatl. Lehr- und Versuchsanstalt für Weinbau in Weinsberg. Er entstand aus einer Kreuzung von Hafensteiner und Heroldrebe. Das Züchtungsjahr ist 1955. Sein Name geht zurück auf den Kameralverwalter, der um die Mitte des 19. Jh. die erste Anregung zur Gründung einer Weinbauschule in Württemberg gab.
A n b a u g e b i e t e
Der Dornfelder wurde in Deutschland im Jahr 1989 auf einer Fläche von 2.000 ha angebaut.
Er ist anbautechnisch einfach und liefert bei gutem Ertrag einen angenehmen, farbstoffreichen Wein.
R e i f e
Mitte bis Ende Oktober

D u n k e l f e l d e r

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Der Dunkelfelder ist eine Züchtung von Landes- ökonomierat G.A. Froehlich (1847 – 1912) aus Edenkoben (Pfalz). Die Kreuzungseltern sind unbekannt. Der Dunkelfelder liefert einen sehr farbtiefen dunkelroten Wein, die Farbe ist in Schale und Beerenfleisch enthalten.
A n b a u g e b i e t e
Der Anbau ist auf eine kleine Fläche begrenzt, da der Dunkelfelder speziell als Deckrotwein verwendet wird.
R e i f e
Ende September

O p t i m a

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Die Optima ist eine Züchtung der Bundesanstalt für Rebenzüchtung Geilweilerhof aus dem Jahr 1970.
Sie ist das Ergebnis einer Kreuzung der Müller-Thurgaurebe mit einer Kreuzung Silvaner x Riesling.
A n b a u g e b i e t e
Der Anbau der Optima beschränkt sich auf eine relativ kleine Fläche an der Mosel und in Rheinhessen. Die Erträge sind bei guter Qualität relativ gering und der Anbau ist nur für wenige Betriebe wirtschaftlich.
R e i f e
Ende September bis Anfang Oktober

B l a u e r  S p ä t b u r g u n d e r

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Diese Rebsorte zählt zu den ältesten Kultursorten der Menschheit. Als ihre Heimat gilt das Niltal.
Ihr Weg nach Europa wird mit der Verbreitung der Rebkultur durch Phönizier, Griechen und Römer verbunden. Ihr Anbau kann bis in das 4. Jh. zurückverfolgt werden.
A n b a u g e b i e t e
Der Blaue Spätburgunder wurde neben dem Weißen Riesling im Rurtal angebaut. Heute finden wir ihn in Deutschland auf einer Fläche von rd. 5.500 ha, vorwiegend in Baden. In Frankreich wächst er vor allem in Burgund, er trägt dort den Namen Pinot Noir.
R e i f e
mittelspät bis spät, d. i. Mitte bis Ende Oktober.

W e i ß e r  R i e s l i n g

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Der Weiße Riesling ist eine der ganz alten Rebsorten. Mit letzter Genauigkeit läßt sich seine Herkunft nicht nachweisen. Möglicherweise liegt seine Urheimat an Rhein und Mosel, wo er sich aus der hier heimischen Wildrebe entwickelt hat.
A n b a u g e b i e t e
Der Weiße Riesling hat seine größte Verbreitung in den nördlichen Weinbaugebieten Deutschlands. Er war auch eine der Rebsorten, die im Rurtal heimisch waren. Deutschland hat heute mit 21.000 ha die größte mit Riesling bebaute Fläche der Welt. Wir finden den Riesling auch im Elsaß, in Österreich, Jugoslawien, in Südtirol und in der Schweiz. Außerhalb Europas wird er in Australien, Südafrika, Kalifornien, Chile und Neuseeland angebaut.
R e i f e
Ende Oktober